Arnaldur Indridason
Krimi, 2004, Note 2
Als sich der Wasserspiegel eines Sees in der Nähe von Reykjavík nach
einem starken Erdbeben im Jahre 2000 um einige Meter senkt, kommt das
Skelett einer Leiche zum Vorschein, die Jahrzehnte zuvor im See offenbar
»entsorgt” worden war. Damit die Leiche nicht an die Oberfläche trieb,
war sie an ein russisches Sendegerät angekettet worden. Ein natürlicher
Tod ist somit ausgeschlossen. Erlendur, Elínborg und Sigurður Óli
schalten sich in den Fall ein, und ihre Ermittlungen führen sie in
längst vergangene Zeiten. Es gilt, sich in Isländer hineinzuversetzen,
die zum Studium in die ehemalige DDR gingen, weil sie von einer
gerechteren und besseren Gesellschaft träumten. Politische
Auseinandersetzungen stehen in diesem Roman jedoch keineswegs im
Vordergrund, denn es geht in erster Linie um menschliche Gefühle, denen
angesichts des Kalten Kriegs aber keine Chance gegeben wurde. Zudem
erfahren wir viel Neues über das Privatleben Erlendurs. Valgerður und
Erlendur, die sich in «Engelsstimme” das erste Mal begegnet sind, kommen
sich näher …
