Samstag, 12. Juni 2010

Kältezone

Arnaldur Indridason 
Krimi, 2004, Note 2


Als sich der Wasserspiegel eines Sees in der Nähe von Reykjavík nach einem starken Erdbeben im Jahre 2000 um einige Meter senkt, kommt das Skelett einer Leiche zum Vorschein, die Jahrzehnte zuvor im See offenbar »entsorgt” worden war. Damit die Leiche nicht an die Oberfläche trieb, war sie an ein russisches Sendegerät angekettet worden. Ein natürlicher Tod ist somit ausgeschlossen. Erlendur, Elínborg und Sigurður Óli schalten sich in den Fall ein, und ihre Ermittlungen führen sie in längst vergangene Zeiten. Es gilt, sich in Isländer hineinzuversetzen, die zum Studium in die ehemalige DDR gingen, weil sie von einer gerechteren und besseren Gesellschaft träumten. Politische Auseinandersetzungen stehen in diesem Roman jedoch keineswegs im Vordergrund, denn es geht in erster Linie um menschliche Gefühle, denen angesichts des Kalten Kriegs aber keine Chance gegeben wurde. Zudem erfahren wir viel Neues über das Privatleben Erlendurs. Valgerður und Erlendur, die sich in «Engelsstimme” das erste Mal begegnet sind, kommen sich näher …

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