Wolf Haas
Krimi, 2009, Note 1-
Es ist wieder was passiert, und diesmal ist der Simon Brenner, zumindest
teilweise, Schuld daran. Denn der Brenner ist jetzt nicht nur
Ex-Polizist und Ex-Detektiv, der Brenner ist jetzt auch Ex-Chauffeur vom
Bauunternehmer Kressdorf und seiner Frau. Zuvor hat er als »Herr Simon«
in einer Tankstelle gestanden und einen doppelten Espresso getrunken,
weil ihm der Kaffee wegen der Tabletten immer wichtiger geworden ist.
Und als er dann wieder zurück zu seinem Wagen gekommen ist, war der
leer. Drinnen hat aber vorher die Helena in ihrem Kindersitz gesessen.
Und durch die Entführung der Helena kommt dann eine fast mythische
Geschichte ins Rollen, an deren Ende sieben nicht gerade appetitlich
ermordete Leichen liegen. Mit dem Erzähler von Der Brenner und der liebe Gott könnte man fast sagen: Der Trojanische Krieg ist nichts dagegen.

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